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Nick der Weltraumfahrer


Zuerst müßen wir uns mit der Frage befaßen, wie alt sind die Protagonisten der Serie.

Nick Steel ist ausgebildeter Raumfahrer. D.h., er mußte ein umfangreiches Studium absolvieren. Er ist mindestens Dipl-Ing., wenn nicht gar Dr.-Ing. Vielleicht hat er sogar beide Titel. In Physik und in der Technik. Das kostet natürlich seine Zeit. Dann mußte er das große Raumfahrerpatent erwerben und entsprechende Flüge absolvieren, bevor er Chefpilot wurde. Auch seinem Außehen in der Serie muß man Rechnung zollen und so scheint das angenommen Alter von 35 Jahren durchaus angebracht. Und wenn wir schon dabei sind, können wir doch auch gleich einen Geburtstag festlegen.

Da tun wir uns relativ leicht. Hansrudi Wäscher hat den Beginn der Nick-Serie genau vorgegeben. Am 2.2.2008 bringt Nick seinen Freund Tom zur Weltraumforschungszentrale. Warum soll dieser Tag nicht der Geburtstag von Nick und Tom gewesen sein? Nick wäre demnach am 2.2.1973 geboren. Tom Brucks ist vermutlich Dr. der Biologie und hat im Jahre 2008 bereits mit Baltimore Lee in deßen Institut zusammengearbeitet, bevor ihn Nick zur Weltraumbehörde holte. Und da der zweite Mann immer ein bißchen jünger sein muß, als der Hauptheld, bescheinige ich ihm das Alter von 33 Jahren. Seine Geburt hätte dann 1975 stattgefunden.

Xutl ist natürlich schwieriger zu schätzen. Über seinen Werdegang auf dem Mars ist nichts bekannt, außer daß er über ausgezeichnete Kenntniße in Astronomie, Physik, Mathematik und Informatik verfügt und auch zum Raumpiloten ausgebildet wurde. Um als Agent auf der Erde, noch dazu beim wichtigsten Einsatz eingesetzt zu werden, mußte er zur Elite gehören und einer der Besten sein. Ich schätze ihn auf ca. 40 Erdenjahre.

Prof. Raskin - leider wird niemals sein Vorname erwähnt - gilt als der fähigste Wißenschaftler der Erde, als Cheferfinder und -konstrukteur, als Tausendsaßa, der immer die nötige Erfindung sozusagen im Ärmel hat, wenn es brenzlig wird. Er ist der lebende Deus ex Machina.

Um diese Position zu erreichen, scheint ein Alter von 45 Jahren angemeßen. Jünger wäre unglaubwürdig. Ein höheres Alter erlaubt die Fortsetzung der Serie nicht, denn in den neün Abenteürn, die leider nun von dem Spanier Just verunstaltet werden, ist er bereits 68 Jahre alt, was auch seinem gezeichneten Habitus entspricht.

Schließlich sollte auch Jane Lee nicht unerwähnt bleiben - Nicks Daürfreundin. In dieser Eigenschaft muß sie natürlich etwas jünger sein als der Held und auch etwas jünger, als deßen bester Freund, sagen wir also 31 Jahre.

Bei Nick hat Wäscher für den Beginn das genaü Datum festgesetzt, so daß uns dieses keine weitere Gedankenakrobatik abnötigt. Warum aber entschied er sich nun akkurat für dieses Datum. Ich habe lange rumgerätselt. Ein Blick in die Zeitspur seiner Schaffensperiode brachte die Lösung. Nick 1 erschien am 02.02.1958. Wäscher gab einfach 50 Jahre dazu.

Relativ einfach, wenn man das Rätsel geknackt hat. Wer hat es noch gemerkt?

1 = 2.2.2008

2/5, 3/5, 4/0, 5/0

Die vier Expeditionsteilnehmer waren absolut unvorbereitet und benahmen sich teilweise auch völlig inkompetent. So viele Fehler darf eine Crew, die zum erstenmal den Fuß eines Menschen auf einen fremden Planeten setzt, nicht machen. Tom rennt einfach ins Waßer ohne nachzudenken, was ihn dabei für Gefahren erwarten können. Im Pilzwald schneidet er in naivster Art und Weise einen der großen Pilze an ohne zu überlegen, daß dies sein Tod sein könnte, wen eine giftige oder säurehaltige Flüßigkeit heraus spritzt. Sie laufen ohne Atemgeräte herum. Auch wenn die Luft atembar ist, muß man da erst vorher die Luft auf Viren, Bakterien und sonstige Keime untersuchen, weil der Mensch ja gegen diese Erreger keine Abwehrmechanismen haben kann. Und das geht nun mal nicht in wenigen Minuten. Es wäre absolut tödlich, sich wie Nick und Tom zu verhalten.

Natürlich brauchte Wäscher die Fehler, um die benötigte Handlung daraus zu konstruieren. Er hatte das wohl damals noch nicht so im Griff. Später kommen seine Handlungen ohne diese vermeidbaren Fehler aus und haben seine Helden genug zu tun um unvermeidbare Fehler auszubügeln. Es gab keinen Grund für Raskin zu landen. Auch wenn Nick und Tom nicht rechtzeitig zum Rendezvous aufgestiegen sind, heißt das ja nicht, daß sie sie nicht mehr treffen können. Es hätte genügend weitere Startfenster gegeben. Für das raketengetriebene Landungsboot wäre es überhaupt kein Problem gewesen, JEDERZEIT zum Mutterschiff in den Orbit zurück zu kehren. Ähnlich äußert sich auch Nick gegenüber Tom, als sie in die Kreisbahn zurückkehren wollen. Auch bezweifle ich, daß Nick unter Waßer mit seiner Strahlenpistole gezielt schießen könnte. Vermutlich würde er sich eher durch die Reflexionen selber töten, als gegen Andere einen Schaden anzurichten.

Später beim Test als Sternenschiffkommandant erkennt Nick, daß es sich bei der Plastikhand, weil sie nicht transpiriert um eben eine Plastikhand handelt. Auch das Wesen von Centauri, das mittels des Transmitters von Prof. Raskin die Erde unterjochen wollte, trug eine Plastikmaße und Nick erkannte es, weil es nicht schwitzte, während den anderen die Schweißperlen von der Stirn tropften, als der Transmitter den Raum aufheizte.

Aber als beim Flug zur Venus sich das Innere der Kommandokanzel ins beinahe unerträgliche erhitzt, fällt niemand auf, daß Bentley/Xutl nicht schwitzt. Auch bei den Zeichnungen zeigen nur Nick, Tom und Raskin Schweißtropfen, Bentley/Xutl nicht. Schwierigkeiten habe ich auch mit der Erklärung, warum die Expeditionsteilnehmer sich UNTER WAßER per Funk verständigen können. Siehe dazu auch den Peilton, denn das Mutterschiff unter Waßer außendet.

6/1, 7/0, 8/0, 9/0, 10/1, 11/0, 12/0, 13/0, 14/2

Das Verhalten von Bentley/Xutl während er und Prof. Raskin darauf warten, ob ihnen die Koralianer gegen AUSTRALIA I helfen können, stimmt nicht mit seinen späteren Verhaltensmustern überein.

15/12, 16/0, 17/0, 18/0, 19/1, 20/7, 21/0, 22/2, 23/0

24/0, 25/0 = 9.3.2008,

26/1 Xutl erklärt Nick und Raskin, daß die Lebenserhaltungßysteme des marsianischen Raumbootes bis über ihre Lebenßpanne hinaus funktionieren und daß auch die Verpflegung keinerlei Probleme bereiten würde.

Xutl sagt weiterhin, daß das Raumboot die Erde erreichen könnte, wenn ihnen diese auf ihrem Kurs entgegenkäme und nicht davonliefe. Nun, damit gab es keinen Grund für Verzagtheit oder Verzweiflung. Da die Flugscheibe schon etwa ein Drittel der Entfernung zwischen Mars- und Erdbahn zurückgelegt hatte, wäre ihnen nach knapp einem Jahr die Erde wieder entgegengekommen und sie hätten die Erde aus eigener Kraft erreichen können. Zur Erinnerung: die Siderische Umlaufzeit der Erde um die Sonne beträgt 365,256 Tage, die des Mars ist 686,980 Tage. Sie hätten nur zu warten brauchen.

27/40 = 19.4.2008

Zuerst hatte ich für den Zeitraum ein Dreivierteljahr vorgesehen. Aber wenn man bedenkt, daß nach dem R2-Antrieb des Venußchiffes der R3-Antrieb erst von Raskin entwickelt werden mußte {siehe dazu auch den Großband}, ist der Zeitraum zu kurz. Es müßen ja auch erst die Montagehallen gebaut und die entsprechenden Geräte zum Bau der Raumschiffe mußten erst konstruiert und angeschafft werden. Außerdem erfordert der Bau der fünf neün Schiffe mit dem neün Antrieb seine Zeit.

Genau genommen wären hier mindestens 2-3 Jahre durchaus angemeßen. Wegen der späteren Nick-Abenteür kann der Zeitrahmen aber nicht der notwendigen Realität angepaßt werden. Seien wir also großzügig und gehen davon aus, daß die geeinte Menschheit ihre Reßourcen voll außchöpfte und die fünf Schiffe in einem Jahr fertig waren.

28/365

in dieser Zeit: GB "Jagd auf R 3"

29/30, 30/0(1), 31/1, 32/1, 33/0(1), 34/0, 4 Tage überfällig 35/0, 36/3

= 14.3.2009

37/4,

Mit 5 Raumschiffen kam die Expedition auf der Venus an. 2 Schiffe findet Nick noch vor, als er aus den Sümpfen zurückkehrt. Eines davon schickt er mit der Warnung zur Erde zurück. Mit dem letzten Schiff kommt er später mit dem Serum nach. Also kann die Besatzung nur mit 3 Raumschiffen geflüchtet sein. Beim Anflug dieser Schiffe auf die Erde bzw. die Raumstation sind es aber stets 4 Raumschiffe.

38/0, 39/1, 40/200

Es ist nicht recht einzusehen, daß auch Tom getestet wird. Zwar war er nicht vorgesehen, aber dann wird er doch dem Test unterzogen und besteht. Das würde voraußetzen, daß er ebenfalls das große Raumfahrerpatent besitzt. Zwar sieht man ihn einige male mit einem Gleiter oder Raketenjäger rumdüsen, aber das ist ja wohl etwas anderes. Da nur drei Mann bestehen, nämlich Nick, Tom und Xutl und Nick der Kommandant des Sternenschiffes wird, müßten demnach Xutl und Tom der 1. und 2. Offizier sein. Bei Xutl mag das ja paßen, er wäre ja sogar Kommandant des Sternenschiffes geworden, wenn Nick, Tom und Jane Jack Hunters Anschlag nicht entgangen wären. Aber Tom als Biologe als 2. Offizier des größten Raumschiffes der Menschheit im HRW-Universum? Ich weiß nicht. Außerdem erhebt sich die Frage, warum nicht auch die anderen Besatzungsangehörigen getestet wurden. Da offenbar keine anderen Raumpiloten die Prüfung bestanden haben, dürfte die Besatzung eigentlich nur aus den drei Freunden bestehen, wie bei ihrem Flug in die niedere Dimension. Denn was hilft der am besten geschulte und getestete Kommandant, wenn beim Erstkontakt mit Außerirdischen ein normales Besatzungsmitglied überfordert ist und einen Strahler bzw. eine Bordkanone abfeürt? Dann gibt es auch Rabatz, selbst wenn Nick, Tom und Xutl noch so friedenswillig waren. Und wenn man die Kontakte der Sternenschiffbesatzung anschaut, kommen genügend nachgeordnete Mitglieder mit fremden Intelligenzen in Berührung. Scheinbar hat HRW diesen Aspekt aus dem Auge verloren.

41/0, 42/0, 43/1, 44/1, 45/2 Tage eingefügt 46/0, 47/1, 48/64 = 13.12.2009

49/0, 50/0, 51/1, 52/0, 53/1, 54/180, 55/1, 56/0, 57/1

3 Mann sind zuviel im Kontrollraum. Die Besatzung des Raumbootes besteht aus 10 Mann, 7 steigen aus, einer wird von Nick in der Schleuse paralysiert, also dürften nur mehr 2 Mann in der Zentrale sein, es sind aber fünf Mann zu sehen.

58/1, 59/6, 60/1, 61/0, 62/4, 63/0, 64/1, 65/4, 66/42, 67/3, 8 Monate und 2 Tage = 13.12.2009

68/7, 69/2, 70/1, 71/1, 72/1, 73/1, 74/4, 75/2, 76/15, 77/2, 78/4, 79/11 = 2.2.2010

80/1, 81/1, 82/0, 83/0, 84/1, 85/0, 86/7, 87/1 = 13.2.2010

Der große Aufklärer wurde auf dem unsichtbarem Planeten zerstört. Es gibt nun angeblich nur mehr ein kleineres Gerät.

88/0, 89/1, 90/0, 91/0, 02/1, 93/50 = 17.3.2010

94/0, 95/0, 96/3, 97/0, 98/0. = 20.03.2010

Sie fliegen wieder mit einem Aufklärer, obwohl er kurz vorher von den Ameisen schwer beschädigt worden war und diese Schäden in so kurzer Zeit sicher nicht beseitigt werden konnten.

99/0, 100/1, 101/0, 102/1, 103/30, = 22.04.2010

104/1, 105/0, 106/1, 107/0, 108/0, 109/0, 110/7, 111/1, 112/0, Plötzlich gibt es wieder Aufklärer, sogar 3 davon.

113/0, 114/0, 115/1 = 03.05.2010

116/0, 117/30 = 02.06.2010

118/0, 119/1, 120/3, 121/0, 122/7, 123/49 = 01.08.2010

124/0, 125/0, 126/1, 127/0, 128/0, 129/0, 130/0, 131/20 = 22.08.2010

132/1, 133/0, 134/0, 135/5, 136/45 = 12.10.2010

HRW ist so sehr in seine zwei Raumschiffstypen - die Heckenfloßer und die Kugel - verliebt, daß sogar die Raumschiffe der ausgestorbenen Zivilisation genauso außehen wie ihre irdischen Gegenstücke. Das Ultimativste an SF ist der geschleppte Raumschiffkonvoi von einem Planeten zum anderen. Das Geheimnis über die Anzahl der im Sternenschiff mitgeführten Rettungsboote bzw. Aufklärer verstärkt sich weiterhin. Die gesamte Besatzung ist mittels weiterer Boote auf dem Planeten gelandet.

137/0, 138/0, 139/0 = 12.10.2010

2 Jahre, 7 Monate war der Zeitraum, in dem die Hefte erschienen.

2 Jahre, 6 Monate und 10 Tage die Zeit, die m.M. nach in den Heften verging.

Eine verblüffende Übereinstimmung. Beinahe war ich versucht, die fehlenden 20 bzw. 21 Tage hineinzufrisieren, um Gleichheit zu erreichen. Eigentlich wollte ich die Zeit zwischen den Heften und den Großbänden in einem überschaubaren Rahmen halten, dann fielen mir aber zwei Details auf, die einen größeren Zeitraum dringend erforderlich machten. Zum einen handelt es sich dabei um die beiden Raumpiloten, die auf Merkur Tom und die beiden Forscher retten. Diese erzählen, daß sie aus dem Raumkorps geflogen sind. Dazu muß es dieses Korps aber erstmal einige Zeit gegeben haben und die Beiden müßen auch einige Zeit dort als Piloten geflogen sein. Und bis zu Beginn der Handlung in Piccolo 1 gab es ja nur den Mondverkehr mit den dazugehörenden Erz- und Versorgungsfrachtern und die Piloten, die diesen betrieben haben, kann man wohl kaum als Raumkorps betrachten. Außerdem ist ja ihre Flucht auch schon einige Zeit her. Zum anderen erzählt Jane Lee Nick in GB 56, daß ihr Vater vor 4 Jahren verschwunden sei. Auch wenn das Dimensionstor - das in Wirklichkeit ein Wurmloch (siehe dazu Enterprise DS9) bzw. eine Einstein-Rosen-Brücke ist - , noch zum Solsystem gehört, brauchte es doch den R3-Antrieb, um in vertretbarer Zeit zu ihm zu gelangen. Und da die Raumbehörde nach erfolgreichem Flug von R3 wohl zürst einmal ihren eigenen Bedarf und den der Raumpolizei deckte und dann erst den der anderen Behörden bzw. Privataufträge ausführte und auch die Fabriken für eine laufende Montage erst errichtet werden mußten, dürfte also Baltimore Lee vermutlich frühestens nach einem Jahr zu seinem Raumschiff gekommen sein.

Alle diese Überlegungen erfordern einen Zeitraum von mindestens 4 Jahren. Dies erscheint eher noch zu tief, als zu hoch gegriffen. Andererseits konnte der Zeitraum auch nicht beliebig ausgedehnt werden, zieht man das Alter von Nick, Tom, Xutl und Jane und ihr Außehen in den Großbänden in Betracht. Vor allem aber macht das Verbleiben von Prof. Raskin einen größeren Zeitraum unmöglich. So erscheinen mir 5 Jahre dem Zeitbedarf und den geschilderten Umständen angemeßen. In diesem Zusammenhang könnte man auch an die METHUSALEM-Formel denken, die z.Z. von Johannes von Buttlar postuliert wird. Demnach ist die Gen-Forschung zu dem Ergebnis gekommen, daß für den Alterungsprozeß unter anderem die FREIEN RADIKALEN verantwortlich sind und man bereits heute mit Vitamin C und E etwas dagegen tun kann. In einigen Jahren soll es möglich sein, das menschliche Durchschnittsalter auf das doppelte anzuheben. Warum sollte man bei NICK mit dieser Forschung nicht etwas weiter sein. Die neu eingeführte Figur des Dr. PLATO scheint mir ein Weg in diese Richtung zu sein.

Die Rückkehr von der Venus, die in GB 1 geschildert wird, könnte der Abschluß des Abenteürs mit den Mentalkugeln aus dem SB ANGRIFF AUS DEM WELTALL sein.

2012 SCHIFFBRUCH IM WELTRAUM

Ende 2014 ANGRIFF AUS DEM WELTALL

Nach dem Ende dieses Sonderband-Abenteürs helfen Nick und Tom der Besatzung der Venußtation, die Schäden der Invasion zu beseitigen und kehren anschließend zur Erde zurück. Die folgenden GB-Abenteür schließen direkt an.

1/4 = 01.03.2015

2/1, 3/0, 4/0, 5/0, 6/1, 7/0, 8/24 = 01.04.2015

Auch die hier geschilderten früheren 2 Merkurexpeditionen legen einen größeren Zeitraum zwischen den Heften und Großbänden nahe. Der Flug zum Merkur daürte 4 Tage, der Aufenthalt deren 7. Als Nick nun zurück fliegen will, ist ihm die Erde soweit davon gelaufen, daß Nick anstatt zur Erde zur Venus fliegt und dazu 3 Wochen benötigt. Irgendwie hat HRW da die Gesetze der Himmelsmechanik außer Kraft gesetzt, um Nick zur Venus zu lotsen. Beim Abflug verabschiedet sich Nick mit dem Hinweis, sich mit Tom und den beiden Forschern genau ein Jahr später in seinem Landhaus auf der Erde zu treffen. In den neün Softcoverbänden sind die blaün Merkurianer plötzlich braun geworden. Die entsprechenden Bezeichnungen wurden retuschiert, allerdings dabei einmal übersehen. Ich frage mich, was das soll? Nachdem es schon auf der Erde rote, gelbe, braune und weiße Menschen gibt und die Marsianer nicht nur bei HRW als grünhäutig angesehen werden, haben doch die blauhäutigen Merkurianer die humanoide Farbpalette gut abgerundet. Da sind die Saurier, die in den Merkurhöhlen rumstampfen, wesentlich fantasyhaltiger als ein blauhäutiger Humanoide. Ebenso das abgestürzte Raumschiff, daß durch die Felsen in die Höhle raste und dabei zwar vorne zerschmettert wurde, während seine Heckfloßen unbeschädigt blieben.

9/13 = 14.04.2015

10/7, 11/0, 12/16, 13/10, 14/0, 15/1 = 17.05.2015

Bei diesem Abenteür erklärt Xutl Nick, daß die Marsianer auf Phobos nur eine kleine Wetterstation hatten, weil der Mond für eine größere Station zu klein war. Als aber in Heft 22 Nick zum Mars gelangt, landet die Flugscheibe auf der Raumfestung Phobos und ebendort rettet Xutl Nick vor der Desingtegration.

Ein anderes Kapitel ist die angebliche Strahlenschutzsalbe, die die irdischen Wißenschaftler auf Deimos entwickelt haben und mittels der man in die Strahlenhölle auf dem Mars unbeschadet überstehen kann. Eine solche Salbe könnte nur funktionieren, wenn sie alle Körperöffnungen und die Augen bedeckt. Sonst ist das eher Quacksalberei als seriöse Wißenschaft. Nick, Xutl und die beiden anderen Piloten hätten ebenso tot sein müßen, wie die anderen Raumpiloten, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen auf den Mars gelockt wurden. Außerdem hätten die Verbrecher mit den Kunstgegenständen nichts anfangen können. Dadurch daß sie auf dem Mars in einen Bleibehälter gelegt wurden, hat sich ihre Radioaktivität nicht geändert. Sowohl die Piraten, als auch die Käufer dieser Gegenstände hätten genauso wenig überlebt, wie die Raumpiloten, die ins Verderben gelockt wurden. Eine völlig unsinnige Geschichte. Allerdings muß ich gestehen, daß sie mir als Junge durchaus schlüßig und logisch vorkam.

16/3, 17/0, 18/6, 19/0, 20/3, 21/30 = =28.06.2015

22/0, 23/6, 24/0, 25/0, 26/0, 27/1, 28/0, 29/0, 30/7,

Das Wesen aus dem Centaurisystem erklärt, daß die Centaurianer Kontakt mit der Erde aufnehmen wollten. Anstatt nach dem Abenteür hinter der Dimensionßpirale nun mit dem Sternenschiff das benachbarte Sonnensystem aufzusuchen, suchen die Terraner lieber Baltimore Lees Diamanten. Wäscher kann sich im Laufe der Serie nicht entscheiden, bei welcher Behörde Nick nun arbeitet. Mal ist er beim Weltsicherheitsrat, mal bei der Weltraumforschungszentrale, dann wieder bei der Weltsicherheitszentrale um nur drei Beispiele zu nennen. Mal heißt der Chef Murray, dann wieder Mr. Marsh. Mal trägt sein Chef die übliche grüne Uniform mit dem Kopfschutz, dann trägt er wieder Zivil.

31/1, 32/0, 33/0, 34/1, 35/7, 36/7, 37/1 = 30.07.2015

38/0, 39/0, 40/0, 41/1, 42/1, 43/1, 44/30, 45/0, 46/0, 47/1, 48/4,49/1, 50/0, 51/0, 52/0, 53/0, 54/0, 55/30 = 25.10.2015

Die vermeintliche Dimensionßpirale befindet sich angeblich in der Nähe des Asteroidengürtels am Schnittpunkt der Gravitationsfelder der solaren Planeten. Das ist natürlich ein Schmarrn. Da müßte ja jedes Planetensystem so ein Tor haben. Vor allem müßte dann auf der anderen Seite ein identisches Sonnensystem sein, sonst wären wohl Anfang und Ende nicht kompatibel. Es ist aber aus einem noch offensichtlicheren Grund unmöglich, da die Planeten ja ständig ihre Positionen gegeneinander ändern und auch nicht alle in der selben Ebene liegen, (der äußere Planet Pluto z.B. ist bei einem wesentlichen Teil seiner exzentrischen Umlaufbahn innerhalb der Neptunbahn) ist ein ständiger Gravitationßchnittpunkt der 9 solaren Planeten ein Ding der Unmöglichkeit. In Wirklichkeit befindet es sich, wie auch aus den neüsten Abenteürn ersichtlich, außerhalb der Plutobahn. Auch noch außerhalb der Oortschen Wolke (= nach der Theorie von J.H.Oort [entwickelt 1950] befindet sich in einem Abstand von 40 000 AE von der Sonne eine diffuse Wolke aus Gas, Staub und Kometen, die gravitationsmäßig zum Sonnensystem gehört), in dem Bereich wo sich die Gravitation von Sol und dem Triplesternsystem von Centauri aufhebt. Das ist auch der sog. Triangelpunkt, der von Erich von Däniken postuliert wird, an dem Außerirdische angeblich für die Menschheit eine Botschaft hinterlaßen haben. Als das Sternenschiff zum erstenmal zur Dimensionßpirale fliegt, führt Nick sogar eine Transition durch. Zum Asteroidengürtel bestünde dazu kaum eine Notwendigkeit. Da würde der R3-Antrieb locker ausreichen. Die Problematik einer Transition innerhalb eines Sonnensystems will ich hier nur kurz streifen. Die Stabilität der Planetenbahnen wäre dadurch wohl extrem gefährdet. Siehe dazu auch meine Ausführungen weiter vorne.

In den neün Bänden wird das Dimensionstor als das geschildert, was es tatsächlich ist. Kein Tor in eine andere Dimension, sondern in eine andere Gegend unserer Galaxis bzw. unseres Universums. Ein Durchgang zu anderen Clustern. Eines Kommentars über den Begriff VERBRANNTES SCHWARZES LOCH will ich mich allerdings enthalten.

56/24 = 19.11.2015

57/1, 58/0, 59/0, 60/0, 61/1, 62/0, 63/1, 64/0, 65/2, 66/2, 67/1, 68/10 Jahre und 1 Monat = 27.12.2025

Eine biologische Alterung der Expeditionsmitglieder um 10 Jahre findet nicht statt. Es wird nichts dazu erwähnt und auch am Außehen der Personen änderte sich nichts.

69/1, 70/1, 71/7, 72/28, = 03.02.2026

73/1, 74/0, 75/0, 76/2, 77/7, 78/3, 79/192 = 26.08.2026

80/4, 81/1, 82/1, 83/1, 84/4

Es brauchte mehrere Tage wegen der Bombe, die je auch vier Tage unterwegs sein mußte und erst abgeschoßen wurde, als Mr. Marsh mehrere Tage von Nick, Tom und Xutl nichts mehr hörte. Es macht sich gut, daß unsere Helden auch mal die Undankbarkeit ihrer Behörden und die Unbilden der "Gerechtigkeit" erdulden müßen. Das macht sie wieder sehr menschlich - auch Xutl. Allerdings ist die spätere Behauptung von Nick, sie hätten die Zerstörung des fremden Raumschiffes nur abgelehnt, weil sie die fremden Raumfahrer nicht opfern wollten eine reine Schutzbehauptung, denn zu diesem Zeitpunkt gingen sie immer noch davon aus, daß das Raumschiff ein wandernder Planet sei. Selbst wenn HRW Nick schon etwas erahnen lies, kann es nur ein Hauch einer solchen Ahnung gewesen sein. Jedenfalls nichts, was die Umprogrammierung gerechtfertigt hätte.

85/0, 86/0, 87/0, 88/0, 89/0, 90/1

An diesem Tag wurden sie vom Gericht verurteilt und das ging sicher nicht in wenigen Minuten ab.

91/4. Wieder 4 Tage zurück nach längeren Forschungen.

92/0, 93/0, 94/0, 95/0, 96/0, 97/17 = 27.09.2026

Es bleibt unklar, warum zum Rückflug 17 Tage benötigt werden, während der Hinflug nur 93 Stunden daürte. So sehr haben sich in den wenigen Tagen des Aufenthaltes beim bzw. im Schiff aus der übergeordneten Dimension die Planetenkonstellationen nicht verschoben, um diesen Unterschied zu erklären. Das kann höchstens 1 Tag ausmachen, wenn überhaupt.

98/4, 99/0, 100/1, 101/1, 102/1, 103/0, 104/0, 105/1

Hier habe ich 1 Tag eingefügt.

106/1. Auch hier 1 Tag eingefügt.

107/0, 108/0, 109/0, 110/0, 111/0, 112/2, 113/0, 114/5 = 11.10.2026

Wieso waren die anderen Schiffe schneller oder daürte der Aufenthalt im Dschungel länger?

115/0, 116/0, 117/1, 118/0, 119/0, 120/0, 121/8 = 20.10.2026

Wie alt ist Nick nun? 8 Monate und 2 Tage müßen von den Abenteürn in der Mikroweltzeit hinzugezählt werden, 10 Jahre abgezogen aus dem Fehler beim Hyperraumsprung. Nick wäre an diesem Tag 54 Jahre, 4 Monate und 18 Tage alt. Tom um zwei Jahre jünger. Die 8 Monate und 2 Tage dazugezählt ergäbe für Nick ein Alter von 55 Jahren und 20 Tagen, bei Tom entsprechend 2 Jahre weniger. Wenn man nun die 10 Jahre abzieht, bleiben für Nick 45 Jahre und 20 Tage, für Tom wieder 2 Jahre weniger, d.h. sie und auch Xutl hätten 9 Jahre, 3 Monate und 28 Tage gewonnen. Jane Lee wäre um 10 Jahre biologisch jünger. Der Abstand zu Prof. Raskin hätte sich entsprechend vergrößert. Hatte HRW damals nur den 10-Jahres Zeitsprung im Sinn, um zu erklären wie die HERREN DER GALAXIS die Erde erobert hatten, oder wollte er Nick, Tom, Xutl und Jane eine 10jährige Chance für mehr Abenteür geben?

Es folgen nun die neün Abenteür. In der ersten Folge kehrt das Sternenschiff von einer 2jährigen Expedition zurück. Es ist sicher angebracht, den Zeitraum zwischen dem Ende der Abenteür in den GB und dem Beginn das nicht geschilderten Sternenschiffabenteürs auf 2 Jahre zu veranschlagen. Hier wird nun der Sonderband KRAFTFELDER DES BÖSEN = Ende 2028 eingefügt. Dann folgen die 2 Jahre des 3. großen Sternenschiffabenteürs, die uns leider vom Chronisten noch nicht überliefert wurden.

Laßen wir die neün Geschichten deshalb also am 01.07.2031 beginnen. Nick wäre dann 58 bzw. 49 Jahre alt, Tom 56 bzw. 47, Xutl 63 bzw. 54, Jane 54 bzw. 44 (da sie im atomaren Universum nicht dabei war, ist sie um die 8 Monate und 2 Tage gegenüber Nick Tom und Xutl jünger geworden) und Prof. Raskin 68 Jahre. In diesem Zusammenhang noch ein ernstes Wort an Hansrudi Wäscher und Joachim Hethke. Ich finde es gelinde gesagt, eine Unverschämtheit, daß Nick nun von dem spanischen Kritzler Migül Bulto Just "gezeichnet" wird. Lieber keinen Nick, als so ein Machwerk. Bevor man neü Projekte angeht, gehören zürst einmal die Kellermann-Sigurd von HRW neu gezeichnet, damit Sigurd endlich eine alleinige Wäscher-Serie ist. Und wenn dann neü Abenteür von Nick, Sigurd, Falk und Tibor gezeichnet werden sollen, dann nur von HANSRUDI WÄSCHER und sonst niemand. Und wenn der Meister nicht mehr alles schafft, dann macht er halt weniger. Laßt doch dafür den Fenrir weg, wenn es nicht anders geht. Gerade Joachim Hethke, der ja selber Sammler ist, sollte soviel Gespür besitzen, mit Serien von HRW nicht ins Ausland zu gehen. Ich will nun keinem Nationalismus das Wort reden, aber Nick, Sigurd, Falk und Tibor sind Schöpfungen eines deutschen Zeichners, der damit den deutschen Jugendlichen der Fünfziger Jahre den tristen Alltag erhellte. Das kann kein noch so guter spanischer Zeichner nachempfinden und Just ist m.M. nach nicht einmal gut.

Falls wirklich HRW mal den Pinsel aus der Hand legt, kommen nur deutsche Zeichner als Nachfolger in Frage, die das nötige Feeling dafür haben und damit aufgewachsen sind, allen voran Jochen Fortmann, der der einzig mögliche Nachfolger für HRW wäre. An zweiter Stelle dann Schuhmann, Götze usw. Es müßte doch möglich sein, daß diese zusammen oder mit HRW die Serien fortführen, wenn Hansrudi in den Austrag geht. Die neün Nick-Abenteür kann man vergeßen. Da stimmen weder die Proportionen, noch die Charaktere. Einmal wird Nick sogar von Xutl gesiezt. Da bekommt man ja Schüttelfrost, wenn man sowas sieht. Hansrudi Wäscher und seine Serien sind ja nicht irgendwer. Hethke ist mit diesen Nick-Abenteürn dabei, uns Jungs um die 50 im nachhinein unsere Jugend zu zerstören. Hethke macht sich hier sein Geschäft kaputt und zeigt, daß er die Leute, die ihm zu seinem Erfolg verholfen haben, nicht ernst nimmt. Und Hansrudi Wäscher ist dabei seine Serien zugrunde zu richten, seinen Erfolg, sein Ansehen, seine Renaißance und damit sich selbst. Das ist Selbstzerstörung von Zeichner und Verleger und eine völlige Mißachtung der Leser und der Fans. Schließlich ist der Kunde König und nicht umgekehrt. Autor und Verlag sind für die Leser da, schließlich verdienen sie mit ihnen ihr Geld und die Leser haben ein Recht, daß Autor und Verleger ihre Wünsche respektieren. Mit dem Nick von Just wird an den Erwartungen der Leser und deren Wünschen und Hoffnungen vorbei produziert. Ein eklatanter Fall von Mißachtung der Leserschaft.

Es gibt nur eine Lösung: HRW MUß den Nick von Just neu zeichnen und wenn das Abenteür fertig ist und er nicht weitermachen will, den Nick einstellen. Nehmt Asterix als Beispiel. Der Texter Coscinny ist tot, aber der Zeichner Uderzo macht weiter und zumindest in der deutschen Übersetzung merkt man kaum, daß nun Uderzo den Text selber schreibt. Wäre hingegen Uderzo gestorben, hätte Coscinny die Serie nicht weiterführen können. Der Comic Isnogud, der ebenfalls von Coscinny getextet wurde, aber von Tabari gezeichnet, hatte längst nicht den selben Erfolg als Asterix. Der Zeichner ist der wesentliche Mann bei einem Comic. Selbst der beste Schreiber kann keinen Comic aus dem Feür reißen, wenn der Zeichner schlecht ist. Ist hingegen der Zeichner gut, können die Bilder einen schlechten Text mehr egalisieren als umgekehrt. Für mich ist jedenfalls die Nick-Serie mit Band 5 der neün Ausgaben beendet. Der Nick von Just hat mit dem Nick von HRW und damit auch meinem Nick nichts zu tun. Das ist ein Nick aus einem Paralelluniversum und weder intereßiert mich das, noch will ich es sammeln.

Zu der Geschichte selber ist noch einiges zu sagen: Wenn man bedenkt, daß Nick Ende der Fünfziger Jahre entstand, ist kein Superlativ zu groß, um Wäschers Leistung darzustellen. Ich wollte, alle SF-Romane von arrivierten Autoren wären so gut durchdacht gewesen. Die Außerirdischen werden eindrucksvoll und einfühlsam geschildert. Ein humanistischer Geist durchweht Nicks Handlungen. Das oberste Gebot, sich nicht in andere Zivilisationen einzumischen, wird leider kaum befolgt. (Die PRIME DIRECTIVE aus der Serie ENTERPRISE liest sich wie folgt: Jede Spezies hat das Recht, ihre eigene kulturelle Evolution durchzumachen. Die Sternenflotte darf keine noch unterentwickelte Welt mit moderner Technik oder höherem Wißen in Kontakt bringen - es sei denn, um frühere Verletzungen dieses Gebots zu korrigieren.) Hingegen ist der mahnenden Zeigefinger, was paßiert, wenn eine Raße zu sehr mit der Atomkraft spielt und/oder sich anderen Zivilisationen zu sehr überlegen dünkt, nicht zu übersehen. Ja selbst vor daraus resultierenden Roboterzivilisationen hat Hansrudi Wäscher nicht zurückgeschreckt. Und das wirkte nicht etwa penetrant, sondern durchaus handlungsbezogen und spannend. Lediglich das Ambiente der Raumschiffe, insbesondere der Steürzentralen wirkte bereits damals etwas antiquiert, vom heutigen Stande ganz zu schweigen. Nur bei der RAUMPATROILLE ORION gab es ähnliches Inventar. Da nun aber seit fast 25 Jahren unzählige Fernsehsendungen und Kinofilme über Bildschirme und Leinwand geflimmert sind, hätte ich mir zumindest in den neün Nick-Abenteürn keine Steürhebel, sondern Sensorflächen erwartet. Zur Zeit gibt es werktäglich um 16.00 Uhr bei SAT 1 genügend Anschauungsunterricht mit ENTERPRISE TNG.

Sollten mit dem neün Sternenschiff - dieser Name ist hervorragend - weitere Abenteür in Wort und Bild erscheinen, würde ich dringend empfehlen hier die Außtattung der Kommandobrücke zu ändern. Die Roboter, die bei Nick vorkommen, haben allerdings noch nie etwas von den 3 Robotergesetzen gehört, die der bekannte, bereits verstorbene, amerikanische Autor ISAAC ASIMOV bereits in den fünfziger Jahren postulierte, gehört. Und diese drei Gesetze sind so intensiv in die entsprechende Literatur eingedrungen, daß es keinen Zweifel daran gibt, sollte die Menschheit mal solche Roboter konstruieren können, sie mit ebendiesen Gesetzen ausgestattet werden. Darauf sollte HRW bei späteren Roboterdarstellungen bei künftigen Nick-Abenteürn achten.

Diese drei Gesetze lauten:

1) Ein Robot darf kein menschliches Wesen verletzen, oder durch Untätigkeit zulaßen, daß einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.

2) Ein Robot muß den ihm von einem Menschen gegebenen Befehl gehorchen, es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel 1 kollidieren.

3) Ein Robot muß seine Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel 1 oder 2 kollidiert.

Ich habe mir lange überlegt, welchen Durchmeßer der Kugelkörper des Sternenschiffes hat und viele Vergleiche angestellt bei den Bildern, die das Raumschiff neben anderen Körpern zeigt. Ich bin mir leider nicht ganz schlüßig geworden, würde es aber auf einen Durchmeßer von 200 - 300 m schätzen. Von der geschilderten Mannschaftßtärke her würde es allerdings nur rund 50 Meter durchmeßen. Wenn ich mir allerdings die Szenen vorstelle, an denen außen am Sternenschiff ein normales Schiff mit Heckantrieb verankert ist, scheint mir meine Schätzung mit 200 - 300 m durchaus angebracht. Die normalen Raumschiffe des Nick-Universums mit den 4 Heckfloßen stelle ich mir von der Länge durchaus wie eine Saturn V Rakete vor. Auch sollte man das ELEKTRONENGEHIRN endlich durch SCHIFFSCOMPUTER ersetzen. Das hätte man auch in den neu aufgelegten Softcoveralben tun können. Da diese ohnehin gekürzt und neu eingefärbt werden, hätte hier die eine oder andere Wortretusche gut getan. Zur Transmittertechnik wäre noch einiges zu sagen. In der Perry Rhodan Serie sind Transmitter in verschiedenen Formen gang und gäbe und entsprechen in einigen Bauarten beinahe den Transmitterbögen in der NICK-Serie. Bei ENTERPRISE hingegen heißen sie Transporter und da wird fleißig gebeamt. HRW hat nicht nur die Technik und Problematik des zeitlosen Hyperraumsprunges anschaulich und zutreffend geschildert, auch die Darstellung der Transmittertechnik ist ihm hervorragend gelungen. Es wird aber wohl so sein, daß vermutlich alle Ideen von SF-Autoren sich eher realisieren laßen werden, als ein Transmittersprung. Der zu befördernde Körper muß nicht nur abgetastet, analysiert und eine Sendematrize angefertigt und dann abgestrahlt werden. Die Informationen müßen mit derselben Welle abgesandt werden, um im Empfangstransmitter sofort bei der Rematerialisierung zur Verfügung zu stehen, damit diese ordnungsgemäß zustande kommt, ohne daß eine Chimäre entsteht.

Ein weiterer Aspekt kommt noch hinzu: werden die Originalatome des entstofflichten Körpers mitgeschickt und zur Wiederverstofflichung verwendet, oder nur der entsprechende Befehl, anhand der gescannten Informationen, die auf der Trägerwelle mitreisen, um dann an Ort und Stelle der Rematerialisation aus den dort vorhandenen Atomen den Körper neu zu bilden. Letzteres würde im Endeffekt bedeuten, daß ein Mensch, der sich hundertmal eines Transmitters bedient hat, hundert male beim abstrahlen seinen bisherigen Körper verloren hat, also hundert Tode gestorben und hundert male neu geschaffen wurde. Da kommen wir in den metaphysischen und religiösen Bereich und es ist wohl beßer, die Gedankenspielerei an dieser Stelle abzubrechen.

Kürzlich las ich einen Artikel, denn ich auszugsweise hier wiedergeben möchte: Sechs Physiker, so meldete es der "New Scientist" haben jetzt entdeckt, wie Materie mit Lichtgeschwindigkeit transportiert werden kann. Ein atomares Teilchen haben Charles Bennett und sein IBM-Team aus New York bewegt - über jene merkwürdigen Übertragungswege, die Einstein, Podolsky und Rosen in den 30er Jahren entdeckten. Sie hatten die Quantentheorie widerlegen wollen, doch was sie fanden, war noch verrückter: Zwei einst verbundene Teilchen bleiben miteinander in Verbindung, auch wenn sie Lichtjahre voneinander getrennt sind. Ändert sich das eine, verwandelt sich auch das andere Teilchen. Diesen Effekt machte sich Bennetts Methode zunutze: Der eine Teil eines Elektronenpaars [A] wird an einen Zielort transportiert. Mit dem übriggebliebenen [A] wird nun das Elektron [B], das teleportiert werden soll, in Verbindung gebracht. Beide ändern dadurch ihre Eigenschaften. Auch das entfernte [A] paßt sich sogleich dem Wandel von [A] an, wie von Einstein beschrieben. Ihm wird nun ein viertes Elektron hinzugefügt. Das Erstaunliche: Es entsteht dabei [B], eine exakte Kopie des Elektrons [B] am anderen Ende.

Ist das nun Teleportation? Tatsächlich wird hier keine Materie übertragen, sondern Informationen in Lichtgeschwindigkeit, die eine Kopie möglich macht. Dies, meint Bennett ist für den Empfänger so gut wie das Original. Allerdings daürt es mit dieser Methode etliche Millionen Jahre um die 10 hoch 28 (10 000 000 000 000 000 000 000 000 000)Millionen Partikel eines menschlichen Körpers zu übertragen. Ein anderes Problem wären z.B. Mutanten wie bei Perry Rhodan der Mausbiber Gucky, der sich ja selbst teleportieren kann. Nimmt der sich gewißermaßen selber mit, oder macht er bei jedem Sprung aus sich selber eine Neuschöpfung?

Bei HRW funktionieren die Transmitter ohne Entfernungsbegrenzung, was eher unwahrscheinlich ist, denn unter Einschluß des oben genannten, könnte wahrscheinlich bei einer noch so gut fokusierten Hyper-bzw. Trägerwelle ein Streüffekt nie ganz vermieden werden und damit ab einer gewißen Entfernung die Zurückverwandlung schwierig, wenn nicht gar unmöglich werden und der transportierte Körper bzw. deßen Atome würden sich in der Weite des Alls verlieren und in Wohlgefallen auflösen. So erscheint mir die Lösung bei ENTERPRISE, wo die maximale Entfernung bei weniger als 1 AE (= Astronomischen Einheit) liegt, etwas praxisnaher zu sein. Natürlich unter Einschluß der oben genannten Zweifel.

Ähnlich verhielt es sich mit den Transitionen von Raumschiffen. Zwar treten im NICK-Universum keine Schockwellen und Entzerrungßchmerzen auf wie z.B. bei Perry Rhodan, was für die Besatzungsmitglieder natürlich positiv ist. Andererseits sind Transitionsentfernungen für Raumschiffe wie bei Nick, als sie das Sternenschiff vor Proxima Centauri in Sicherheit bringen müßen, mit ca. 700 000 Lichtjahren einfach übertrieben. Noch dazu aus dem Stand ohne nennenswerte Grundbeschleunigung.

Bei dem bekannten, leider viel zu früh verstorbenen deutschen SF-Autor Karl Herbert Scheer, mußten die Raumschiffe eine gewiße Mindestbeschleunigung erreichen, um dem Abstoßimpuls durch den Hyperrraum überhaupt erst die nötige Dynamik zu geben. Eine Transition aus dem Stand hätte bei ihm eine Aufrißflut des Raum-Zeit-Gefüges zur Folge gehabt, die vielleicht das Raumschiff vernichtet und den umgebenden Raum Lichtjahre weit erschüttert hätte.

Außerdem gilt auch hier das Prinzip der Fokußierung und möglichen Streuung des Impulses. Zumindest, wenn man davon ausgeht, daß der Hypersprung wie ein Teleporter funktioniert. Aber selbst wenn das Raumschiff zur Gänze durch die Aufrißfront in den Hyperraum geschleudert wird, müßen derartige Raumschiffe, die diese Technik verwenden, Sternkarten der gesamten Galaxis mitführen, die auf Tausendstel von Lichtsekunden genau sind, denn sonst materialisiert das Raumschiff irgendwo, wie es auch HRW beim ersten Hypersprung des Sternenschiffes anschaulich geschildert hat.

Was mich allerdings noch im nachhinein freut ist die Tatsache, daß Hansrudi Wäscher für seine Raumschiffe den Hypersprung als interstellares bzw. intergalaktisches Fortbewegungsmittel gewählt und keine Raumschiffe, die wie ENTERPRISE mit Warpantrieb oder bei PERRY RHODAN mit Überlichtgeschwindigkeit durch das Weltall reisen. Ist beim Warpantrieb bei Warp 9 nur eine 1516 fache Lichtgeschwindigkeit möglich, was dem Raumschiff nicht viele Möglichkeiten bietet, steigt die Geschwindigkeit bis zum Maximum von Warp 10 so steil an, daß mit Warp 10 das Raumschiff gleichzeitig an jedem Ort der Galaxis sein könnte. Allerdings ist der Warpfaktor ein Beschleunigungswert und keine Geschwindigkeitsangabe. Wie sich allerdings die Warpfaktoren bis zu 40 beim Hyperfunk erklären, ist mir ein Rätsel.

Und die Überlichtfaktoren bei PERRY RHODAN, die zZ. 70 Millionen betragen taugen m.M. nach nichts. Für Entfernungen innerhalb der Galaxis sind sie zu schnell. Mit dieser Geschwindigkeit kann man kaum navigieren, ohne ständig Zwischenhalte einzulegen und im interstellaren Raum ist die Geschwindigkeit zu gering. Hier ist der Transitionsantrieb des Sternenschiffes wesentlich beßer - unter Berücksichtigung der dazu oben genannten Zweifel. Auch der Einfall mit den Hydroponik-Tanks im Sternenschiff ist hervorragend. Zwar hätte es sicher auch ohne Frischgemüse keinen Vitamin C Mangel und Skorbutkrankheit an Bord des Sternenschiffes gegeben. Im Grunde war die Idee mit dem selbsthergestellten Frischgemüse antiquiert. Andererseits aber ist die Idee in der SF zumindest bei großen Generationenschiffen, die ohne Überlichtantrieb Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte unterwegs sind, um ihr Zielsystem zu erreichen, durchaus praktiziert worden.

Weiter faszinierend ist, daß es bei Wäscher auch Andruckneutralisatoren gibt, Anti-Grav-Plättchen, die die Schwerkraft aufheben, ja sogar Energieschirme. Auch Blaster oder Strahler, die wahlweise lähmen, verdampfen oder desintegrieren können. Die Beiboote des Sternenschiffes sind keine Shuttles. Diese werden in den diversen SF-Romanen und Filmen benötigt, wenn das Mutterschiff wie z.B. die ENTERPRISE nicht selbst landen kann. Das Sternenschiff konnte wahlweise mit Impulsantrieb oder Anti-Grav-Antrieb landen. Die Beiboote wurden nur zur Erkundung benötigt oder als Rettungsboote. Gut war, daß HRW die Hände von Zeitreisen gelaßen hat. Das hätte wohl die Leser damals wirklich überfordert. Eines allerdings fehlt: der Hyperfunk. Nick hatte nie die Möglichkeit mal schnell Terra anzufunken, um sich mit Mr. Marsh, bzw. Prof. Raskin zu besprechen. Bitte aufgepaßt, ich meinte den HYPERFUNK, nicht den normalen Funk. Das war allerdings für den Fortgang der Abenteür auch gut so. Man könnte nun trefflich theoretisieren, daß ein Hyperfunk nur zu Raumschiffen mit Überlichtantrieb und ohnehin nicht zu solchen mit Transitionsantrieb paßt und könnte viele Gründe, die dafür und dagegen sprechen auch aus der einschlägigen SF-Literatur anführen, aber das würde wohl zu weit führen.

Wenn Mr. Marsh die Möglichkeit gehabt hätte, Nick ständig drein zu reden, wäre ohnehin nur die Möglichkeit geblieben, an dem Gerät eine Störung zu simulieren oder die Nick-Serie zu beenden. Also kein Fehler von Hansrudi, sondern wohlüberlegt. Es stimmte halt (fast) alles in der Nick Serie. Wahrlich ein beeindruckendes Gesamtergebnis. Eines allerdings verwundert mich aus heutiger Sicht sehr. Da 1957 sich noch nicht sehr viele Menschen mit Transitionstriebwerken, Sternenschiffen und Transmittertechniken beschäftigten, waren diese Begriffe noch kein sprachliches Allgemeingut. Da HRW zudem nach eigener Angabe keine SF-Romane gelesen hat, frage ich mich, woher hatte er die Kenntniße?

Aber egal wie, ob er sie sich angelesen oder selber ausgedacht hat: einen SF-Roman zeichnerisch so umzusetzen und eine solch großartige Space-Opera nicht nur zu schreiben, sondern auch noch zu zeichnen, stellt ihn an die Seite der größten deutschen SF-Autoren, wenn nicht darüber. Ein Ritter-Abenteür zu machen war dagegen ein Klacks. Deshalb ist m.M. nach, auch wenn mir Sigurd und Nick beide gleich gut gefallen, die Nick-Serie das beste und ausgereifteste Produkt von Herrn Wäscher. Und wie ich es bereits in der Sigurd-Chronologie geschrieben habe: ich hatte nie Schwierigkeiten mit der Nick-Serie. Ganz im Gegenteil. Zwar haben meine Schulfreunde zugegebenermaßen sich schon mehr für Sigurd und Akim intereßiert, daß lag aber wohl nicht nur daran, daß ich mich schon damals nicht nur für Geschichte intereßierte, sondern auch mein Faible für die SF entdeckt hatte, sondern war eher darin begründet, daß man mit den Möglichkeiten die ein Knabe in den Fünfziger Jahren hatte, halt eben leichter Sigurd und Akim nachspielen konnte, als Nick, Tom und Xutl.

Ich erinnere mich, wenn ich mit meinem besten Freund damals die Piccolos nachspielte, war ich - als Brillenträger - immer Sigurd, weil ich als einziger ein hölzernes Schwert hatte. Für meine(n) Freund(e) blieb also nur der Part von Bodo und Caßim, bzw. des jeweiligen Schurken. Bei Nick hingegen gab es ständiges Gerangel, wer den Xutl spielen durfte. Das war zwar relativ selten, weil man halt im Holzschuppen, im Getreidefeld, in einer Waldhöhle oder im selbstgebastelten Baumhaus leichter mit Sigurd und Akim zurechtkam als mit Nicks jeweiliger Umgebung. Von einer paßenden Jane Lee ganz zu schweigen. Vielleicht, wer weiß, wäre ich heute ohne Nick nicht so früh mit der SF-Literatur bekannt geworden und hätte sie mir nicht so erschließen können, wie es dann der Fall war.

Auch wie beim letzten mal: Danke dafür Hansrudi.

PS:

Ein Zeitparadoxon ist der merkwürdige Sonderband, in dem das Merkurabenteür anders abgeschloßen wurde. Die Titelbilder der neün Softcover sind zwar sehr schön, aber auf mich wirken sie, als seien die Bildinhalte herangezoomt und füllen die Titelseite zu plakativ aus. Dadurch geht Hintergrund und Tiefe verloren.


R. Gustav Gaisbauer