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GODEHARD VON ECKBERTSTEIN


Joanno Rudolfo L.A. Vandayo wurde im Jahre 1062 n.Chr. im Val Grande Sesia in Norditalien geboren.

Der Ursprung des Geschlechtes verliert sich im Dunkel der Zeit. Die Familienlegende behauptet, sie entstamme einer Nebenlinie der Merowinger und sei im fünften Jahrhundert aus dem Langedüc eingewandert.

Rudolfo als einer der nachgeborenen Söhne hatte keine Chance auf eigenen Besitz in der Heimat und schließt sich deshalb Kaiser Heinrich IV. an, als dieser 1080 Papst Clemens VII. absetzt und danach in die deutschen Lande zurückkehrt.

Dieser belehnt ihn mit dem kleinen Lehen Eckbertstein.

Um zu zeigen, daß er hier seine neü Heimat gefunden hat, legt er seinen Namen de Vaggio ab und nennt sich ab 1081 Johann Rudolf von Eckbertstein, wobei er auch seine Vornamen transkribiert.

Auf Empfehlung des Kaisers heiratet er 1083 Gunhilde von Seckau aus einer illegitimen Nebenlinie deß ihm wohlwollenden Herrschers.

1084 kommt der erste Sohn Gottfried zur Welt. Der Name des Sohnes bedeutet, daß Johann Rudolf Gottes Frieden auf die Welt herabwünscht.

Bis zum Jahre 1096 baut Johann Rudolf seine Burg aus und arrondiert seinen Besitz durch Zukäufe anderer Besitzungen.

1096 schließt er sich dem Prediger Peter von Amiens an, der landauf landab von den Greültaten der Ungläubigen in Outremer berichtet und in seinen Predigten zur Befreiung des Hl. Landes aufruft.

Papst Urban II. schließlich ruft zum Kreuzzeug auf, um Palästina und die Heiligen Stätten von den Muselmannen zu befreien.

Hugo von Payens beginnt erste Kriegerkontingente im Auftrag des Herzogs von Lothringen, Gottfried von Bouillon, aufzustellen.

Johann Rudolf erscheint das wie ein Fingerzeig. Jetzt weiß er, warum er seinen Sohn Gottfried getauft hat und so tritt er in den Dienst der Herzogs und nimmt das Kreuz.

Dabei wird er dem Heerhaufen von Hugo de Payens zugeteilt. Beim Sturm Jerusalems, kann er mit seinem Schild den Pfeilschuß eines Sarazenen auf den Herzog abwehren. Noch auf der Wahlstatt wird er dafür am 15. Mai vom Herzog ausgezeichnet und nach der Krönung Gottfrieds zum ersten König von Jerusalem in deßen Gefolge aufgenommen und zum Grafen von Hebron ernannt.

Im Jahre 1105 kehrt er in die Heimat zurück.

Die Jahre im Nahen Osten haben ihn gezeichnet und so übergibt er 1106 seinen Besitz an seinen Sohn Gottfried, der nun Ansalde, eine Tochter von Hugo de Payens, zum Altar führt. Ein Jahr später wird ihnen ihr erster Sohn Eckbert geboren.

Eine Bitte von Hugo de Payens an Johann Rudolf ihm 1115 nochmals ins Heilige Land zu folgen, um dort mit anderen Rittern Gottes ersten Ritterorden vom Heiligen Tempel in Jerusalem zu gründen, kann der schwerkranke Graf nicht mehr folgen. Auch Gottfried kann es nicht, weil er Kaiser Heinrich V. Gefolgschaft gegen die aufständischen sächsischen Ritter leisten muß. Dabei verliert er sein Leben. Johann Rudolf kann diesen Schlag nicht verwinden und so folgt er seinem Sohn im Tode nach.

Bis zur Volljährigkeitserklärung von Eckbert im Jahre 1121 fungiert Ansalde als Regentin.

Die unruhigen Jahre 1125 bis 1133 geben dem kaisertreün Eckbert keine Möglichkeit sich eine ihm genehme Frau zu nehmen.

Erst nach der Krönung von Kaiser Lothar III. im Jahre 1133 kann er im Jahre 1135 Mathilde von Reichenau zum Altar führen.

Dem Paar werden 1140 Sigurd und in den beiden Folgejahren die Töchter Sigune Adelheid und Sigula Hildegard geboren.

Die weiteren Geschehniße von Eckbert und Sigurd in den Diensten Kaiser Friedrichs I. (Barbaroßa) sind bekannt.

Sigurd II. dient Kaiser Otto IV., Sigurd III. Kaiser Friedrich II.

Von 1257-1273 Zeit des Interregnums in Deutschland. Arthur von Eckbertstein dient danach König Rudolf I. von Habsburg. In der Zeit von König Adolf von Naßau 1292-1298 verhalten sich die vom Eckbertstein neutral und schließen sich dann 1298 König Albrecht I. an.

Gottfried schließlich ist Vasall von Kaiser Ludwig IV., dem Bayer.

Für die weiteren Geschehniße von Sigurds Nachfolgern müßen erst die alten Dokumente weiter ausgewertet werden.